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Interview mit Frogwares
Was ist eurer Meinung nach so faszinierend an Sherlock Holmes?
Die Geschichten über Sherlock Holmes sind nicht nur spannend zu lesen, auch die Figur selbst zieht den Leser in ihren Bann. Durch die Augen von Dr. Watson verfolgen wir Holmes’ Ermittlungen und sind meist ebenso ahnungslos wie der Doktor. Holmes in seiner souveränen Art bei der Aufklärung zu beobachten, gibt uns ein wohliges Gefühl, dass - nichts schief gehen kann -, und fasziniert uns.
Die Sprache im Spiel entspricht genau der im viktorianischen England und in den Büchern. War es schwer, das zu imitieren und wie habt ihr euch vorbereitet?
Es war nicht ganz einfach, diesen sehr altmodischen, hochgestochenen Sprachstil nachzuahmen. Aber wir haben sehr viel Literatur aus dieser Zeit gelesen, nicht nur Conan Doyle, sondern auch Bram Stoker, R.L. Stevenson u.a. Damit ist es uns gelungen, ein Gefühl dafür zu bekommen, wie Sherlock und die anderen Charaktere reden müssen.
Habt ihr alle Sherlock-Geschichten gelesen?
Natürlich, schon vor längerer Zeit. Für die Vorbereitung haben wir die wichtigsten noch mal genau gelesen.
Der Stil der Menüs und der Hintergründe erinnert sehr stark an Jugendstil und Fin de Siécle. Wie wurden diese kleinen Kunstwerke erstellt?
Unsere Grafiker haben den Stil der Epoche genau studiert, um sich ideal vorzubereiten. Sie haben sich an alten Plakaten, Bildern und Abbildungen in Kunstbüchern orientiert und einen sehr authentischen Look erreicht. Großartige Arbeit!
Wie habt ihr die Geschichte entworfen? Es heißt oft, dass ein Krimi vom Ende zum Anfang geschrieben wird.
Ganz so war es nicht, aber tatsächlich muss man zuerst wissen, wie die Auflösung der Geschichte funktioniert, um dann die Fäden des Plots in diese Richtung zu spinnen. Ich nehme an, Krimiautoren machen das tatsächlich nicht anders.
Das Team, das Sherlock programmiert hat ist aus der Ukraine. Ist Sherlock dort wohlbekannt oder musstet ihr euren Leuten jedes Detail genau erklären?
Teils, teils. Natürlich kennt man dort Sherlock Holmes sehr gut und ist mit der Epoche vertraut. Allerdings haben wir schon sehr darauf geachtet, eine genaue Vorlage zu liefern, denn gewisse Mentalitätsunterschiede sind nicht von der Hand zu weisen. Aber ich denke, wir haben es geschafft, Sherlock so britisch wie möglich zu verwirklichen. |
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